Forschende der ETH haben ein mikrofluidisches Verfahren entwickelt, das Medikamententests schneller und ressourcenschonender macht. Bild: Breitfeld et. al.

ETH entwickelt Testgerät für Mikrofluidik

(CONNECT) Forschende der ETH haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Mikrofluid-Tests in der Medikamentenentwicklung schneller und ressourcenschonender durchgeführt werden können. Ausgangspunkt ist eine Technologie, mit der sich bis zu 100’000 winzige Tropfen präzise auf einer Glasplatte in der Grösse eines Objektträgers für ein Mikroskop platzieren lassen, informiert die ETH in einer Mitteilung. Die Platte ist mit einer wasserabweisenden Schicht überzogen, die an den bis zu 100’000 Landepunkten für die Tropfen unterbrochen ist. Zur Stabilisierung der Tropfen liegt die Platte in einem flachen Ölbad.

Die Platzierung der Tropfen erfolgt in einem von den Forschenden entwickelten Gerät. Hier lässt sich die Zusammensetzung der Tropfen in präziser Steuerung variieren. Im Gerät können die Proben zudem mikroskopiert und über mehrere Tage hinweg kultiviert werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren fällt bei der Methode der ETH kaum Plastikabfall und ein wesentlich geringerer Chemikalienverbrauch an.

Die ETH hat die Methode patentieren lassen und die Erfindung für das Finale ihres Spark Awards 2025 nominiert. Die Forschenden wollen das Verfahren über eine Ausgründung zur Marktreife bringen. Neben dem Gerät selbst sollen dabei auch Softwarelösungen entwickelt werden, mit der die Informationen aus den Experimenten analysiert werden können. „Für mich ist entscheidend, dass das System wirklich zuverlässig und einfach zu bedienen wird“, wird Forschungsgruppenmitglied Claudius Dietsche in der Mitteilung zitiert. ce/hs