Drei Institutionen der Universitären Medizin Zürich bilden gemeinsam ein übergreifendes Netzwerk der Präzisionsmedizin. Symbolbild:  Ursula Meisser/Universität Zürich

Universitäre Medizin Zürich baut Präzisionsonkologie aus

(CONNECT) Zum ersten Mal bündeln laut einer Mitteilung der Universität Zürich drei Institutionen der Universitären Medizin Zürich ihre Kräfte und bilden gemeinsam ein übergreifendes Netzwerk der Präzisionsmedizin, um die mehrjährige Zürcher Strategie für Präzisionsonkologie zu stärken: das Comprehensive Cancer Center Zürich, The LOOP Zurich und das Tumor Profiler Center.

Gemeinsam fördern sie ein translationales Krebsforschungskonsortium am Standort Zürich. 22 interdisziplinäre Teams haben sich in diesem Rahmen mit ihren Forschungsvorhaben beworben. Sie wurden von einem international besetzten Expertengremium begutachtet, das nun vier Projekte ausgewählt hat. Ihr gemeinsames Ziel: personalisierte und wirksamere Krebstherapien durch interdisziplinäre Zusammenarbeit.

In Projekt 1 geht es um dynamische, individualisierte Risikovorhersage zur Verbesserung der Lymphombehandlung. „Wir versuchen zum frühestmöglichen Zeitpunkt den Verlauf von Lymphompatient:innen vorherzusagen. Dabei nutzen wir hochauflösende Analysen vor und direkt nach der Therapie“, so Thorsten Zenz von der Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie des Universitätsspitals Zürich (USZ).

Projekt 2 heisst „Macrocure – Phagocyten gegen Krebs“. Anne Müller vom Institute of Molecular Cancer Research der Universität Zürich: „Unsere Mission ist es, tumorinfiltrierende Makrophagen besser zu verstehen, um sie dann gezielt anzugreifen und im Kampf gegen den Tumor zu nutzen.“

Projekt 3 umfasst die klinische Phase-1-Studie MIRACLE zur Bewertung der Sicherheit und der immunologischen Effekte multifunktionaler mRNA-basierter CAR-Immunzellen bei wiederkehrendem Glioblastom. Sie ermöglicht Erkrankten laut Tobias Weiss von der USZ-Klinik für Neurologie „den Zugang zur weltweit ersten Studie“ dieser Art.

Auch im Projekt 4 „BRAVE-Lung“ geht es um eine Studie zur robotergestützten bronchoskopischen Radiofrequenzablation bei Lungenkrebs im Frühstadium. Dabei werden „Diagnose und Therapie in einem einzigen, minimalinvasiven Eingriff zusammengeführt“, erklärt Thomas Gaisl von der USZ-Klinik für Pneumologie. ce/mm