
UZH forscht an Eindämmung von Hefepilz Candida albicans
(CONNECT) Forschende der Vetsuisse-Falkultät an der Universität Zürich (UZH) haben die Ausbreitung des Hefelpilzes Candida albicans untersucht. Wie es in einer Mitteilung der Universität heisst, kann ein unkontrolliertes Wachstum des Pilzes zu gefährlichen Infektionen wie Soor, eine Candidose zum Beispiel der Mundschleimhaut, führen. Candidosen können bei immunsupprimierten Patienten ebenfalls weitreichende Folgen bis zur Letalität haben.
Um ein unkontrolliertes Wachstum aufzuhalten oder zu verhindern, muss der Mechanismus des Verbreitens des Candida-Pilzes verstanden werden. „Die Mechanismen, welche den Pilz auf unserer Schleimhaut unter Kontrolle halten und eine Infektion verhindern, sind nach wie vor kaum verstanden“, wird Salomé LeibundGut-Landmann, Professorin für Immunologie an der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich, in der Mitteilung zitiert.
Ihrem Team gelangen nun zwei wichtige Entdeckungen. Ein Pilz-Toxin namens Candidalysin greift Wirtszellen direkt an und ermöglicht das Wachstum des Pilzes. In einer zweiten Studie erkannten die Forschenden, dass der Immunfaktor Interleukin-17 eine Immunität gegen das Wachstum des Pilzes vermitteln kann, indem ihm indirekt Zink – ein wichtiger Reproduktionsfaktor – entzogen wird. „Interleukin-17 ist wie ein Torwächter, der dafür sorgt, dass Candida albicans harmlos bleibt“, so LeibundGut-Landmann. Die Studien zur Dynamik des Wachstums von Candida albicans und der Wirkung von Interleukin-17 sind jüngst in der Fachzeitschrift Nature Microbiology publiziert worden. ce/ww